Axel Dielmann

Axel Dielmann

Geboren 1959 in Frankfurt am Main, 1978 Abitur in Höchst, anschließend Studium der Physik und Psychologie in Frankfurt. Ab 1982 Publikationen in Tageszeitungen und Zeitschriften wie FAZ, Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Rogue. Gründung und Herausgabe der Zeitschrift für Literatur SCHRiTTE, dazu erster Letter of Intent von Hilmar Hoffmann. 1987 erste Kunst-Arbeiten, Galerie Klaus Werth Frankfurt, Der Blaue Kompressor Wien, Kunstbahn Hamburg.

1987 – 1992 Lektor (zuletzt leitend) des Hessischen Literaturbüros Frankfurt. Ab 1991 PR-Tätigkeit für Unternehmen wie Deutsche Leasing AG, Omega Uhren, Stiftung Lesen, Sparkassenverband. Für fünf Jahre Vorsitz des Fördervereins Deutscher Schriftsteller in Hessen und jährliche Organisation des »Hessischen Autorentages«. Leitender Kultur-Redakteur des Stadtmagazins »az Frankfurt«.

1992/93 Gründung des axel dielmann – verlag Frankfurt am Main. Aufbau des Literaturprogramms. Zusammenarbeit mit Sponsor-Unternehmen in der »Reihe ETIKETT« mit Unternehmen wie SAP, Carl Zeiss, Commerzbank, Possmann, Messe Frankfurt, Flughafen Hamburg, Gardena, Melitta-Swirl u.a.

1997 erste Multiples, »Kontakt-Zange«. 1999 »Sammlung dielmann / Die öffentliche Hand« im Dominikaner- kloster Frankfurt. Seit 2006 Vortragstätigkeit über Kultur-Sponsoring.

2007 Gründung von Beteiligungsgesellschaften zur Realisierung literarischer und kulturgeschichtlicher Buch-Projekte. Erste Kunst-Erzählung »Nizza, Capa, Elsa und Matisse«.

2008 Gründung der Buch-Reihe »Die Wissenschafts-Romane« zum Brückenschlag zwischen den getrennten Kulturen Wissenschaften und Literatur. Manuskript »Wörterbuch einer abgelebten Liebe«.

2008 – 2011 Berater und Referent des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amtes bei »Verlegerfortbildung Ost-Europa und Zentral-Asien«.

2009 Mitarbeit am »Wissensatlas FrankfurtRheinMain« des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Seit 2010 Mit-Organisator des M2 MedienMittwoch Frankfurt Rhein-Main.

Ab 2011 Konzeption und Durchführung von Seminaren zum Thema Kultur-Sponsoring im Rahmen des RKW Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des BMWI. 2012 Übernahme der Frankfurt Academic Press GmbH. Organisation erster »Kunst-Brücken«, spartenübergreifende Veranstaltungen zwischen Literatur und Kunst, beispielsweise als Partner der »Kunst-Ansichten« Offenbach.

2013 zwanzigjähriges Jubiläum des axel dielmann – verlags. Eigener Erzählband »Nizza oder Die Liebe zur Kunst«. Große Lese-Tour mit dem Buch. Ausstellung Multiples in der Klosterpresse Frankfurrt.

2014 Wahl in die Vollversammlung der IHK Frankfurt, Wahlgruppe Medien, Mitglied des Informationsausschusses der IHK Frankfurt.

2016 Weitere Kunst-Erzählungen. Neu-Auflage Zeitschrift SCHRiTTE.

2017 Vorbereitung »Kunst-Lese Marburg« im Jahr 2018 zur Neu-Eröffnung des Kunstmuseums Marburg.

Die miniaturhafte Kunstform des Multiples formuliert die Möglichkeit eines Verlustes, den es nicht unwidersprochen lassen will: Mit einiger Wahrscheinlichkeit gibt es drei bis vier Generationen nach ihrer technischen Reproduktion keine Originale (und schon dieser Plural ist Hinweis darauf) mehr. Aus Massenartikeln wählt das Multiple aus, seriell vorfindbare Stücke stellt es heraus, formatierte Produkte arrangiert es so, daß die Diskrepanz zwischen Einzelnem und Schablone spürbar wird, wo sie längst eingeebnet wurde. Das Multiple verachtet das Monumentale, dem Einzigartigen mißtraut es. Es betrachtet die Welt als Wiederkehren von Elementen und meint, daß das Ideal des Individuellen wie der Traum vom Allgegenwärtigen sich an einigen Objekten von numerierbarer Auflage treffen. Irgendwo zwischen dem Teil und dem Ganzen, halbwegs Singularität und Numinosem.

Insofern ist das Multiple, künstlerich betrachtet, Ausflucht – in den Mülleimer damit! Der seinerseits ein Massenartikel ist, sogar virtuell auf den Schreibtischen unserer Computer Ubiquität erreicht hat – vielleicht ließe sich daraus ein Multiple machen?