Laura Sebestyén

Laura Sebestyén

Laura Sebestyéns künstlerische Stellungnahmen sind im Installationsbereich angesiedelt. Während ihrer Studienjahre arbeitete sie gerne mit Fundobjekten, die sie in neue Sinnzusammenhänge brachte und mit Poesie und Film zu begehbaren Rauminstallationen ergänzte.

In den letzten Jahren wendete sich Laura Sebestyén zunehmend ihrem ersten bildnerischen Material wieder zu. Sie arbeitet gerne mit Porzellan, das sie unkonvertionell als ausgestreutes Pulver am Boden verwendet oder als Schlicker, den sie in eigene Papierformen streicht und neue hauchdünne Objekte erzeugt, die sie brennt und glasiert.

Porzellanschlicker wird aber auch gleichsam einer pastösen Malfarbe direkt am Boden oder auf Leinwänden aufgetragen. Dabei wird der Verwandlungsprozess vom seidigen, feucht schimmernden sahnigen Tonbrei hin zu einer mit Rissen und Furchen durchzogenen trockenen Masse ähnlich eines ausgedorrten Feldbodens erkennbar.

Einige Installationen bestehen aus über tausenden kleinen keramischen Objekten, die, trotz ihrer scheinbaren Serialität, ganz individuell geformt sind. Gemeinsam in immer neue Zusammenhängen gruppiert, ergeben sie jeweils neue Assoziationsmöglichkeiten für den Betrachter (siehe Artikel in der Fachzeitschrift Neuen Keramik, 2/2015 https://atelier-sebestyen.de/wp-content/uploads/2015/03/32-33_D_Laura-Sebestyen.pdf)

Manchmal hält Laura Sebestyén in ihren Arbeiten bestimmte Lebensaugenblicke oder Gefühlserlebnisse fest. Und manchmal stellen ihre keramischen Arbeiten sinnbildlich die dem Material und allen Lebensprozessen immanenten Transformationsprozesse dar.

In ihrem neuesten Projekt spürt sie dem künstlerischen Dialog im Miteinander zweier Materialien nach: Holz und Porzellan und arbeitet hierbei mit einem Holzgestalter zusammen.

Laura Sebestyén ist Keramikerin, Kunstpädagogin M.A. und Kunsttherapeutin. Sie hat ein Atelier in Bad Homburg und gibt Kurse und Unterricht.