Johanna Dembinski

Preisträgerin des Artlantis-Kunstpreises
eingeladen von Paul A. Royd

Ausbildung: 2015 – 2024 Diplom, Freie Kunst, Bauhaus-Universität Weimar, Athens School of Fine Arts.

Residenzen: 2024 Kunsthaus Mitte, Oberhausen, 2023 De Liceiras 18, Porto, 2020 De Liceiras 18, Porto

Ausstellungen (Auswahl): 2024 Der Wels im Bett, Kunsthaus Mitte, Oberhausen 2024 Nullipara, gbb, Leipzig 2024 It’s hot in the pot, iRRE SPACE, Weimar 2023 Openstudio, De Liceiras 18, Porto 2021 Porto Pinhole Photography, Mira Forum, Porto 2021 (A) Brigada, Galeria Geraldes da Silva, Porto 2021 Rüb-und Trübsal, De Liceiras 18, Porto 2020 Tourist Temptations, De Liceiras 18, Porto 2019 Studio E‘, Sotiris Felios Collection, Athen 2019 Treasure hunt no.1, Snechta Gallery, Athen 2019 Tell me lies, tell me sweet lil lies, Romantso, Athen

Lehre: seit 2024 Freie Kunstvermittlerin am MdbK (Museum der bildenden Künste), Leipzig

In meinen Arbeiten interessiere ich mich für Mythen, Gerüchte und Verschwörungserzählungen. Ich sammle Mutmaßung und Mundpropaganda und entwickle daraus Keramiken und spekulative Texte.

Die Arbeit Nullipara beschäftigt sich mit Mythen über kinderfreie Personen. Dazu entwerfe ich die Figur der Nullipara. „Nullipara (para 0) – Person, die keine Kinder geboren hat.“ Nulliparen sind seit jeher von Misstrauen und Mystik umrankt. Daher erzähle ich die Arbeit entlang von Gerüchten, Gemunkel und explosivem Halbwissen. Ich beziehe ich auf zeitgenössische sowie historische Verschwörungsmythen und Ideologien. Die Arbeit schlägt den hypothetischen Bogen vom Hexenmythos, der sich als frühe Verschwörungserzählung einstufen lässt, bis hin zu heute relevanten Verschwörungsmythen, wie dem des großen Austauschs. Diese konspirativen Denkmuster machen Menschen als Bedrohung aus, die sich nicht, oder mit den scheinbar falschen fortpflanzen.

Mit Nullipara nehme ich Bezug auf diese Mythen, Ängste und Tabus, deute sie aber um oder reichere sie an mit eigenen Gegenerzählungen, potenziellen Zukünften und spekulativen Narrativen. Der Verzicht auf Geburten wird nicht länger als apokalyptisch / bedrohlich / abnormal, sondern als zukunftsgewandt / verantwortungsvoll erzählt. Die Arbeit setzt sich aus dem Buch: Nullipara – ein spekulatives Nachschlagewerk, sowie keramischen Wappen und Portraits zusammen. Die Wappenwand und die gefliesten Mitgliederportraits sind in Anlehnung an ein hypothetisches Nullipara Vereinsheim entstanden

Nullipara (Wappen 1)  ·  Glasur auf Keramik  ·  25 ×17 cm

Nullipara (Wappen 2)  ·  Glasur auf Keramik  ·  25 × 17 cm

Nullipara (Wappenwand, unterer Teil)  ·  18 Wappen ·  zwischen 15 und 35 cm hoch

Nullipara 2  ·  Fliesenwand, Glasur auf Keramik  ·  60 × 80 cm

Nullipara 1  ·  Fliesenwand, Glasur auf Keramik  ·  60 × 80 cm
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